Liebe Eltern,

liebe Besucher*innen unserer Homepage,

 

wir sind inzwischen auf der Zielgerade des Schuljahres angelangt und nur noch dreieinhalb Wochen trennen uns von den Sommerferien. Es stellt sich für viele die Frage: Wo stehen wir gerade und wie wird es für Ihr Kind im neuen Schuljahr weitergehen?

 

1. Wie ist der aktuelle Stand?

Durch den Beschluss der Landesregierung vom 10.06.2020 sind seit dem 29.06.2020  wieder alle Grundschulen und die Klassenstufen 1-4 der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) für alle Schüler*innen geöffnet. Die Abstandsregelung für Kinder sind aufgehoben. Dies ist allerdings noch kein normaler Regelbetrieb! Da wir  weiterhin angehalten sind, Durchmischungen von Klassen und Gruppen zu vermeiden, werden wir bis zu den Sommerferien deshalb  keinen Ganztagesbetrieb mehr anbieten.

Die Klassen 5-9 werden auch weiterhin wie bisher in ihren eingeteilten Gruppen immer nur an jedem zweiten Schultag Unterricht haben. Für diese Klassen gelten offiziell auch weiterhin die Abstands- und Hygieneregeln im Sinne von Tragen der Masken!

In den Klassen 1-4 findet der Unterricht in den Fächern Sprache (Deutsch), Mathematik und MeNuK statt. Sport-, Musikunterricht und Kochen bleiben weiterhin nicht erlaubt.

In den Klassen 5-9 findet der Unterricht neben den Hauptfächern Sprache (Deutsch) und Mathematik noch in den Fächerverbünden WAG, WZG und NT statt. Auch Technik und Kunst werden wieder unterrichtet.

Der Religionsunterricht muss leider noch weiterhin entfallen, da die Religionslehrer nur an den Schulen zum Einsatz kommen, an denen sie mit den meisten Unterrichtsstunden zum Einsatz kommen. Dafür findet inzwischen der Sprachförderunterricht durch unsere bewährten Sprachförderkräfte der AIM wieder statt.

Bis auf eine Ausnahme stehen unserer Schule wieder alle Lehrkräfte für den Präsenzunterricht zur Verfügung. Dafür bin ich sehr dankbar!

Ich möchte mich an dieser Stelle auch nochmals ganz ausdrücklich bei allen unseren Lehrkräften für ihren außerordentliche Einsatz in den letzten Wochen und Monaten bedanken. Der tägliche Arbeitsaufwand mit Fernunterricht am Smartphone oder PC, mit den unzähligen Telefonaten vom privaten Telefon bis hin zum Ausfahren und Einsammeln der Aufgaben für die Schüler*innen mit dem eigenen PKW war im Vergleich zu einem "normalen Unterricht" deutlich höher!  Wer in diesem Zusammenhang behauptet, dass Lehrkräfte während dieser Zeit "Ferien" gehabt hätten, hat keine Ahnung, wovon er spricht!

 

2. Welche Hygieneregeln gelten jetzt/weiterhin an unserer Schule:

Da es unsere Schüler*innen nicht verstehen würden, dass es in der gleichen Schule ab nächster Woche unterschiedliche Regelungen für die Klassen 1-4 und für die Klassen 5-9 geben solle, werden wir für gemeinsame Pausen auch die gleichen Abstands- und Hygieneregeln für alle Klassen im Haus anwenden. Damit sind wir auf der sicheren Seite und reduzieren das Risiko einer möglichen Ansteckung.

 

Für alle Personen gelten folgende Hygieneregeln:

Alle Personen müssen auf dem Schulgelände und im Schulhaus eine Mund-Nasen-Schutzmaske dabeihaben, die sie bei Bedarf bzw. nach Aufforderung aufsetzen müssen.

Im Schulhaus gilt eine „Einbahnstraßenregelung“. Die eingerichteten Warte-/Aufstellpunkte sind für alle verpflichtend.

Ganz wichtig ist auch weiterhin die regelmäßige und sorgfältige Handhygiene! Händewaschen nach Ankunft in der Schule, vor und nach dem Toilettengang, vor dem Verlassen der Schule, nach Niesen und Husten (in die Armbeuge!) vor der Zubereitung und/oder vor dem Verzehr von Nahrungsmitteln ist Pflicht!

Kranke Schüler*innen müssen zuhause bleiben! Wer krank an die Schule kommt, wird wieder nach Hause geschickt! Bitte denken Sie aber auch daran, kranke Kinder rechtzeitig im Sekretariat als „krank“ zu melden, damit wir Bescheid wissen.

 

3. Wie wird es nach den Sommerferien weitergehen?

Wir wissen derzeit noch nicht, wie es nach den Sommerfewrien weitergehen wird. Entsprechende Vorgaben des Kultusministeriums liegen uns bisher noch nicht vor.

Wir planen zwar für einen regulären/normalen Unterrichtsbetrieb, können aber noch nicht sagen, ob in allen Klassen wieder in Klassenstärke unterrrichtet werden darf oder nicht, ob  wir einen Ganztagesbetrieb anbieten können/dürfen oder nicht, welche Fächer unterrichtet bzw. noch nicht unterrichtet werden dürfen. Das alles macht die Planung für das neue Schuljahr nicht gerade leicht(er).

 

 4. "Lernbrücke" in den letzten beiden Wochen der Sommerferien:

Das Kultusministerium möchte Schüler*innen, die in den letzten Wochen und Monaten mit ihrem Lernen zu kurz gekommen sind, in den letzten beiden Wochen derSommerferien die freiwillige Möglichkeit anbieten, versäumten Unterrichtsstoff wieder nachzuholen. Folgendes Vorgehen ist dazu angedacht:

  • Die Klassenlehrkräfte melden Schüler*innen ihrer Klasse, die dafür in Frage kämen, an die Schulleitung.
  • Die Schulleitung meldet diese Kinder an das Staatliche Schulamt und prüft, ob es eine Möglichkeit gibt, die Schüler*innen an der eigenen Schule und durch eigene Lehrkräfte zu betreuuen.
  • Die Eltern werden befragt, ob sie dieses Angebot für ihr Kind annehmen möchten.
  • Die Gruppen werden in den letzten beiden Wochen der Sommerferien jeweils von Mo-Fr täglich 3 Zeitstunden (=4 Unterrichtsstunden) in vermutlich altersgemischten Lerngruppen unterrichtet.

Wenn Sie möchten, dass Ihr Kind an einem solchen Angebot teilnehmen kann, melden Sie sich bitte bei der Klassenlehrkraft Ihres Kindes.

 

Zum Schluss noch ein paar persönliche Gedanken:

Ich bin froh und dankbar, dass wir inzwischen wieder alle Klassen an der Schule unterrichten dürfen. Alle Kolleg*innen berichten übereinstimmend, wie fruchtbar die Arbeit in Gruppen mit halber Klassengröße ist bzw. war. Wir haben/hatten signifikant weniger "Störfälle" im Unterricht  und es bleibt viel mehr Zeit zur individuellen Förderung einzelner Schüler*innen. Dafür sind wir sehr dankbar.

Der Unterrichtsbetrieb mit ganzen Klassen in den Stufen 1-4 zeigt uns jedoch, dass die Schüler*innen  im "alten" Klassensetting ganz schnell auch wieder in alte Gewohnheiten zurückfallen  Dadurch wird der Unterricht plötzlich wieder viel zäher und die Anteile an Störungen nehmen wieder kräftig zu. Das ist schade, da dadurch die sehr positiven Erfahren der letzten Wochen und die überdurchschnittlichen Lernzuwächse bei einzelnen Schüler*innen plötzlich wieder in Frage gestellt werden. Für mich ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass auch die SBBZ Lernen dringend einen Klassenteiler benötigen, den wir bisher offiziell noch gar nicht haben.

Die Hygiene-Regeln der Corona-Pandemie werden inzwischen auch von unseren Schüler*innen nicht mehr ganz  so ernst genommen wie früher. Masken, die gar nicht mehr oder wenn, dann nicht mehr korrekt (nur noch unterhalb der Nase!) getragen werden, zeigen dies auf deutliche Weise. Hier beobachte ich im Alltag auch viele Erwachsene, die in dieser Hinsicht ein schlechtes Vorbild für unsere Kinder sind.

Die Vorfälle der Nacht von Samstag auf Sonntag in Stuttgart, die explosionsartige Ansteckungswelle in den Fleischbetrieben in NRW oder in den Wohnheimen in Göttingen zeigen , wie zerbrechlich unser derzeitige Zustand ist.

Nur wenn es uns gemeinsam gelingt, unsere Kinder und Jugendlichen darauf vorzubereiten, auch einmal über längere Zeit auf gewohnte und liebgewordene Dinge zu verzichten und/oder Anordnungen zu befolgen, auch wenn sie einem nicht gefallen, werden wir als Gesellschaft gestärkt aus der Corona-Krise hervorgehen.

Zeigen Sie deshalb in der Öffentlichkeit Flagge, indem Sie sich in den sozialen Netzwerken von solche Ausschreitungen wie in Stuttgart oder Göttingen d und verhalten Sie sich in der Öffentlichkeit bei der Einhaltung der immer noch geltenden Regeln vorbildlich Ihren Kindern und anderen gegenüber.

 

In diesem Sinne grüße ich Sie ganz herzlich verbunden mit dem Wunsch: Bleiben SIE gesund!

 

    Wolfram Karg

  Sonderschulrektor

 

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